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Die Wurzeln der Craniosacral-Therapie liegen auch in der antiken Medizin

Galen von Pergamon gilt als Vater der Medizin und ist auch der Vater der Osteopathie und der Craniosacral-Therapie - Erklärungen



Das Buch „Die Wurzeln der Osteopathie in der antiken Medizin des Osteopathen Jérome Toustain stellt die Prinzipien der Osteopathie in den antiken Schriften vor - und damit auch die der craniosacralen Therapie, da letztere eine Weiterentwicklung der Osteopathie ist. Momentan ist das Buch nur auf französisch erhältlich.


Die Grundsätze der Craniosacral-Therapie bei Galen

Nur auf Französich: „Les racines de l’ostéopathie dans la médicine antique“ - von Jérôme Toustain D.O. - D.O.E., ProEdit - Marseille 2006

Aus der antiken Medizin stammend sind die Schriften des Galen von Pergamon (2. Jh. n. Chr.) der rote Faden dieses Buches.


In der Antike gab es viele verschiedene medizinische Richtungen. Galen stellte die Anatomie wieder in den Mittelpunkt und stützte sich dabei auf die Arbeit, die Herophilus und Erasistrate im dritten Jahrhundert v. Chr. in Alexandria geleistet hatten.



Die erste Gemeinsamkeit zwischen Galien und Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917), dem Begründer der Osteopathie, ist die Aussage, dass Osteopathie in erster Linie aus Anatomie, in zweiter Linie aus Anatomie und in dritter Linie aus Anatomie besteht.


In den Schriften von Galen sind die Prinzipien der Osteopathie und der craniosacralen Therapie wie folgt zu finden:


1. Der Körper bildet eine Einheit


Galen prägte den Begriff der Sympathie:

-„Alle Teile sind in Sympathie, d. h. sie arbeiten zusammen, um einen Vorgang zu vollenden.


Von Aristoteles (4. Jh. v. Chr.) übernahm Galen das Konzept der Dynamik innerhalb des menschlichen Körpers:

- „Gesundheit kommt von einer geschmeidigen Beweglichkeit.“


Da er auch vom Stoizismus beeinflusst war, verstand er, dass im Körper alles miteinander verbunden und voneinander abhängig ist. Er gelangte zu einer Auffassung, die Historiker als Vorbestimmte Harmonie bezeichnen.


Das harmonische Gleichgewicht des Körpers ist das galenische Konzept der Symmetria:

- „So ist das Lebewesen gesund, wenn in ihm die Substanzen in einer Weise gemischt sind, die im Verhältnis zueinander das richtige Mass haben.“


Dieses Konzept der Symmetria ist der Vorläufer dessen, was wir heute als Homöostase (Gleichgewicht der physiologischen Funktionen des Körpers) bezeichnen.


2. Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig


In seinem umfassenden Werk „Die Nützlichkeit der Teile“ schreibt Galen:

- „Man muss zuerst die Anatomie genau lernen, was die Substanz jedes Teils ist, und dann muss man die Funktionen der Teile kennen und die Beziehungen, die diese Teile zu den benachbarten Teilen haben.


Aus der Untersuchung der Funktion jedes Teils folgert Galen, dass die Struktur eben diejenige ist, die am besten zu der gesuchten Funktion passt, und fügt hinzu, dass jedes Teil bei einer gemeinsamen Aktion mitwirkt.


Dies finden wir auch bei Dr. Still, der sich über die perfekte Mechanik des menschlichen Körpers wundert, und Struktur und Funktion sowie die Wechselbeziehung zwischen diesen beschreibt.


3. Der Körper hat die Fähigkeit zur Selbstregulierung und Selbstheilung.


Das Konzept der Natura Medicatrix ist in der Antike sehr präsent. Es besteht darin, die Selbstheilungskräften des Körpers zu beschreiben.

Galen schrieb: „Wenn man sie beachtet, erleichtert die Natur des Menschen (...) immer die Heilung.“ Galen ist ein Vorläufer der Humanisten.


In der Osteopathie und der Craniosacral-Therapie setzen wir alles daran, den Körper von seinen Blockaden zu befreien, damit Selbstheilungs- und Selbstregulierungsprozesse stattfinden können.

4. Die craniale Bewegung


Seine umfangreichen Forschungen über das Gehirn, das Nervensystem und das Rückenmark ermöglichen es ihm auch, „eine Art Pulsieren“ des Gehirns zu beschreiben.


Um die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zu definieren, verwenden die Alten Pneuma vital (Pneuma = Atmen) oder Nervengeist oder psychisches Pneuma.


Galen hat eine Bewegung, oder eine Art Pulsieren im Gehirn beobachtet, die man heute in der Osteopathie und Craniosacral-Therapie als Primäre Atmung oder Breath of Life (Lebensatem) bezeichnet.

Galen geht sogar so weit, dass er sich den vierten Ventrikel als Ventil oder Klappe vorstellt, die dazu dient, „den Kanal nach und nach zu öffnen oder zu schließen“.

Die Technik der Kompression des vierten Ventrikels (CV4) ist eine der grundlegenden Techniken der cranialen Osteopathie.

„Die Atmung des Gehirns zu ermöglichen, ist für das Leben selbst notwendig“. Galen von Pergamon


Andrew T. Still in den Fußstapfen von Galen?


Die ersten Übersetzungen von Galens Werken ins Lateinische von Dr. Daremberg stammen aus dem Jahr 1856. Es ist unwahrscheinlich, dass Still sie erhalten hat.

Dennoch stimmen die von Dr. Still verfassten Prinzipien der Osteopathie mit diesem Erbe der antiken "Mechanisten" überein.


Dr. A.T. Still definiert die Prinzipien nicht nur gleich wie unsere Vorfahren, sondern entwickelt sie auch weiter, indem er eine bis dahin fehlende Therapie entwickelt: die Osteopathie, aus der später die Craniosacral-Therapie hervorging.




 
www.cranio-libelle.ch

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